Schützenverein Worpswede e.V. von 1875   |   Impressum

1980 bis 1989


1980

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Albert Reiners als erster Vorsitzender einstimmig wiedergewählt. Er gehörte bereits 55 Jahre dem Verein an und leistete seit 47 Jahren Vorstandsarbeit.. Großer Beifall bekräftigte den Beschluß.

Willy Seidel regte an die Königsversicherung zu erhöhen. In der anschließenden Diskussion erhob Hermann Giere die Anregung zum Antrag. In der Abstimmung wurde beschlossen die Versicherung für den König von fünf auf zehn DM und für den Vizekönig von fünf auf sieben DM zu erhöhen.


1981

In der 106-jährigen Vereinsgeschichte des Schützenvereins wurde erstmals ein Volkskönig ermittelt. Es durften nur Einwohner teilnehmen, die keinem Schützenverein angehören. Geschossen wurde mit dem KK 50 Meter auf eine Teilerscheibe.
Die Schützendamenriege, die erst seit acht Jahren bestand, war bei allen öffentlichen Veranstaltungen des Schützenvereins Worpswede dabei.

Mit der Gründung dieser Damenriege brach gewissermaßen, für den damals 98 Jahre alten Verein, ein neuer Frühling an, denn sie beeinflußten das Vereinsleben in vielerlei Hinsicht positiv.
Aus den Anfangs 19 Mitgliedern waren inzwischen 43 Mitglieder geworden.
An den Rundenwettkämpfen in der Bezirksklasse beteiligten sie sich schon das vierte Jahr. Eine erfolgreiche Mannschaft bildeten die Damen Hannelore Kühl, Waltraud Riehl, Doris Schenck und Edeltraud Hubert. Grundlagen des Erfolgs war das wöchentliche Übungsschießen unter der Leitung von Hagen Hubert.
Aber auch die Herren waren erfolgreich, so brachte es Heinrich Gieschen gleich zweimal fertig Hauptkönigstitel zu erringen.
Bei der Schützengilde in Gröpelingen, wo er als Pistolenschütze beachtliche Erfolge erzielte, gelang es ihm den Titel durch Schießen auf die Königsscheibe zu erringen.

Beim Schützenfest in Worpswede schoß er mit einem Bravourschuß den Rumpf weg und freute sich riesig über seinen neuen Titel Worpsweder Schützenkönig.


1982

Wenn im Schützenverein Worpswede Königstitel zu vergeben sind, spricht die Familie Nienstedt meistens ein gewichtiges Wort mit.
Im letzen Jahr brachten sie das Kunststück fertig, sowohl bei den Schützen, als auch bei den Damen den höchsten Titel, die Königswürde zu erringen.

Schützenkönig wurde Junior Manfred Nienstedt und Damenkönigin seine Mutter Gerda.

Aber nicht nur ihre hoheitlichen und repräsentativen Aufgaben nimmt die Familie mit besonderer Hingabe wahr, sondern ist auch immer dabei wenn freiwillige Helfer benötigt werden.
Einen ungewöhnlich weiten Weg mußte eine Schützenschwester auf sich nehmen, wenn sie am Schützenfest teilnehmen wollte.
Angela Meiners de Schleyer lebt nämlich in Chile. Bei einem Verwandtenbesuch in Worpswede fand sie großes Gefallen am Schützenleben, daß sie sich entschloß dem Verein beizutreten.

1983


1983 bis 2003 Ära Manfred Rehmke

Der erste Vorsitzende Albert Reiners und der Sportleiter Hans Späth traten aus ihren Ämtern zurück. Beide hatten sich über viele Jahre im Verein verdient gemacht.
Unter stehendem Beifall von annähernd 100 Mitgliedern wurden sie aus ihren Ämtern verabschiedet.

Nachfolger von Albert Reiners wurde der bisherige zweite Vorsitzende Manfred Rehmke, der den Antrag stellte, Albert Reiners zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.
Die Versammlung votierte einmütig dafür.
Nachfolger von Hans Späth wurde Gerhard Pape, der bisher sein Stellvertreter war.

Die geheime Wahl zwischen drei Kandidaten für das Amt des zweiten Vorsitzenden, wurde mit überwältigender Mehrheit für Manfred Nienstedt entschieden.

1984


Bei einer Mitgliederversammlung regte Helmut Ehlers an das Schützenfest um einen Tag zu verlängern und am Dienstag noch ein Katerschießen zu veranstalten.
Allerdings gingen die Ansichten darüber doch in geteilte Richtungen.

Beim Pokalschießen des Freundschaftsbundes in Schwanewede zählte der Worpsweder Verein zu den zahlenmäßig stärksten Gruppen.

Diedrich Viohl wurde erfolgreichster Schütze im 100 Meter Schießen und verwies mit 50 Ringen Friedel-Heinz Hinte (Schwanewede) und Hinrich Viehbrock, seinen Vereinskameraden auf die Plätze.

Säumige Beitragszahler sollten künftig vom Verein schriftlich ausgeschlossen werden.

Die Königskette wurde dem amtierenden Frühjahrskönig Jürgen Oetke aus dem Auto in der Bremer Innenstadt gestohlen.
Die Kette wurde 1931 von Tetjus Tügel gestiftet und hatte somit einen besonders hohen ideellen Wert.


1985
Es fand eine Ausstellung unter dem Thema "Bilder vom Worpsweder Schützenfest" statt.
Namhafte Künstler waren darunter wie z.B. Otto Modersohn, Paula Becker-Modersohn, Walter Müller Liesel Oppel, Udo Peters, Tetjus Tügel usw.
Anfang des Jahres fand wieder auf dem Saal des ehemaligen Hotels "Stadt Bremen" eine Karnevalsveranstaltung statt.
Am Samstag vergnügten sich die Erwachsenen und am Sonntag kamen die Kinder in ihren bunten Kostümen auf ihre Kosten.
Im August erlebten die Mitglieder des Schützenvereins eine interessante heimatkundliche Fahrt durch das Huvenhoopsmoor.

Gemeinsam mit dem Augustendorfer Karnevalsverein fand anschließend eine Grillparty statt und am Abend eine gemeinsame Feier mit Tanzkapelle und Freibier.


1986

Die Wahl des ersten Vorsitzenden stand wieder an. Neben Manfred Rehmke stellte sich auch Manfred Nienstedt zur Kandidatur.
Mit knapper Mehrheit gewann Manfred Rehmke die Wahl. Manfred Nienstedt trat als zweiter Vorsitzender zurück und sein Nachfolger wurde Helmut Ehlers.
Manfred Rehmke stellte fest, daß das vergangene Jahr im Zeichen einer regen Tätigkeit gestanden habe. Neben mehreren schießsportlichen Veranstaltungen und einigen Arbeitseinsätzen sei auch die Geselligkeit nicht zu kurz gekommen.
Erneuerungen gab es an den Schießständen und am Fußboden der alten Halle. Hierfür bewilligte die Gemeinde einen Zuschuß von 9800 DM. Ein weiterer Zuschuß sei beim Landkreis beantragt worden.

Damensportleiterin Karola Müller bedankte sich bei den Schützen für die gute Unterstützung.

Jugendsportleiter Dieter Weiser berichtete mit Stolz über die Erfolge der Jugend. Die Mannschaft in der Disziplin Luftgewehr Standart schaffte sogar den Aufstieg in die Bezirksliga.
Er bat um neue bessere Unterstützung von Seiten der Schützen, denn einige Betreuer seien durchaus noch willkommen.


1987

Eine durchaus positive Bilanz zog der Vorsitzende Manfred Rehmke bei der Jahreshauptversammlung. Bei allen Veranstaltungen, egal ob schießsportlicher oder geselliger Art, konnte man eine rege Beteiligung verzeichnen.

Neuanschaffungen für die Jugend, wie z.B. Schießjacken, wurden getätigt. Weitere Investition wird ein Pistolenstand mit fünf Scheiben sein. Die Vorbereitungen dafür sollen im Frühjahr beginnen. Außerdem sollen Luftgewehrtische installiert werden.
Von zahlreichen Erfolgen auf Kreis- und Bezirksebene wußte Gerd Pape zu berichten.
Und auch bei den Damen konnte man sich über einige Erfolge freuen.

Im Namen des Nordwestdeutschen Schützenbundes überreichte Gerd Pape an 16 Mitglieder Leistungsabzeichen für schießsportliche Erfolge.
Zur Jugendabteilung gehörten derzeit 45 Mitglieder im Alter zwischen 10 und 20 Jahren. Während die Kinder und Jugendlichen bislang ihre Regenten hatten, schossen in diesem Jahr erstmals auch die Junioren ihren König aus.


1988

Nach Fertigstellung der Pistolenanlage veranstaltete der Schützenverein einen "Tag der offenen Tür", um die neue Anlage der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.
Außerdem schaffte der Verein eine eigene Sportpistole an, damit weitere Interessenten diese Sportart ausüben könnten.
In seiner Begrüßungsrede bedankte Manfred Rehmke sich bei allen Helfern, die am Bau der Pistolenanlage beteiligt waren und die zur Vorbereitung und Durchführung des "Tags der offenen Tür" beigetragen haben.
Unbekannte Täter brachen in der Schützenhalle ein und tranken diverse Flaschen alkoholischer Getränke aus.


1989

In der Gemeinde Worpswede erfuhr das Schützenwesen eine Aufwertung.
Nach Anregung von Manfred Rehmke fand erstmals ein Empfang im Rathaus statt, zu dem die Majestäten und die Vorsitzenden der Schützenvereine Hüttenbusch, Ostersode und Worpswede eingeladen wurden.

Da die Vereine zu verschiedenen Schützenkreisen gehörten (Moor und Geest) , sei eine gewisse Trennungslinie entstanden.
Durch die in Zukunft alljährlich am Schützenfestsamstag stattfindenden Rathausempfänge, wolle man die freundschaftlichen Bande zwischen den drei Vereinen festigen.
Die stellvertretende Gemeindedirektorin Christel Leupold betonte, daß solch ein Empfang in den Nachbargemeinden schon längst Tradition sei.

Der Ehrenvorsitzende Albert Reiners gab einen interessanten Überblick über die 114-jährige Vereinsgeschichte.
Er berichtete, daß der Worpsweder Schützen- verein bereits vor dem Krieg in sportlicher Hinsicht im norddeutschen Raum dominierend gewesen sei.
Während des Krieges sei der Schießstand durch einen Bombenteppich in Schutt und Asche gelegt worden und nach dem Kriege durch viele freiwillige Helfer wieder hergerichtet wurde. Er sei froh, daß auch heute noch viele Idealisten am Werk seien, was er auch auf Manfred Rehmke bezog, den er als Motor des Vereins bezeichnete.
Auf einer nach dem Schützenfest stattfindenden Versammlung hielt Manfred Rehmke einen Rückblick auf das optimal verlaufene Schützenfest.
Vorbereitungen für das 115. Schützenfest wurden bereits getroffen, denn das Fest solle mit einer Fahnenweihe verbunden werden. Die jetzige Fahne zeige nach 40 Jahren Spuren des Verschleißes, um sie aber in einem noch ordentlichen Zustand für die Zukunft zu erhalten, sei es an der Zeit, sie durch eine neue zu ersetzen.

Insgesamt erwarte man etwa 700 - 800 Gäste mit ihren jeweiligen Vereinsfahnen.

1989 - Januar - Neuer Vorstand