Schützenverein Worpswede e.V. von 1875   |   Impressum

2000 bis 2009

2000

2000 - Schützenkönig Horst Kommerau

2000 - Schützenkönig Horst Kommerau
und Adjutant Michael Böhme

2000


Das Jahr 2000 stand im Zeichen des 125. Jubiläums. Um die vielfachen Aufgaben zu erledigen, wurden Arbeitsgruppen mit insgesamt 50 Helfern gebildet. Zum Kommersabend konnte der 1. Vorsitzende Manfred Rehmke 460 Gäste begrüßen. Die Festrede hielt der Bürgermeister Johann Kück. Der absolute Höhepunkt war natürlich der große Festumzug. Nach einem Sternenmarsch versammelten sich 1000 Teilnehmer auf dem Sportplatz des FC Worpswede, um danach gemeinsam durch den Ort zu marschieren. Viele Zuschauer säumten die Straßen und winkten den Umzugsteilnehmern zu.

Mit Stolz vermeldet der Jugendleiter Alfred Girschner, daß die Jugendabteilung auf 63 Jugendlichen angewachsen ist. Das Armbrustschießen hat viel zu der Attraktivität beigetragen, denn dadurch können bereits 6jährige am Schießbe-trieb teilnehmen. Der Ferienspaß für die Jungendabteilung mit der 4tägigen Reise nach Noderney wurde wieder sehr gut angenommen.

Die Damenabteilung stiftete für die Armbrust-Frühjahrskönige der Jugend eine Königskette und zu Beerdigungen wollen die Damen in Zukunft in Uniform teilnehmen. Auch haben die Damen beschlossen, daß es in Zukunft erlaubt ist, schwarze Hosen zur Uniform zu tragen.

2001

2001 - "Nasse Gericht" - Schützenkönig 2000 Horst Kommerau und Adjutant Michael Böhme

2001 - "Nasse Gericht" - (von links) Michael Böhme - Horst Kommerau - Heiner Gerdes - Manfred Nienstedt

2001 - Der Schützenkönig Horst Kommerau (2000) schreitet an den Gastvereinen vorbei.

2001


In der Jahreshauptversammlung wurden aus allen Abteilungen positive Berichte abgegeben. Besonders erwähnenswert war, daß viele Worpsweder Spender immer wieder bereit seien, kleine und große Geld- oder Sachspenden den fleißigen Sammelkolonnen des Worpsweder Schützenvereins zur Verfü-gung zu stellen. Allein im Jahre 2000 seien 660 Preise an Schützen/innen verteilt worden.

Manfred Rehmke wurde für weitere 3 Jahre als 1. Vorsitzender bestätigt. Der geschäftsführende Vorstand machte sich Gedanken um das Schützenfest 2002, in dem man am Schützenfestsamstag wieder um 13 Uhr beginnen wolle, da sich die wenige Jahre alte Anfangszeit (Beginn 10.30h) nicht bewährt hat. Auch solle versucht werden, die Schützen schneller zum Vogelschießen zu bekommen, da es zu viel Zeit koste, Schützen immer wieder über das Mikro aufzurufen. Wenn ein Schütze nach dreimaligen Aufruf (mit Name und Vogel-nummer) nicht im Stand ist, kommt der nächste ran. Da die Zeit jedes Jahr ein Thema ist, wurde auch über Änderungen des Adlerschießens lebhaft diskutiert. Wann soll mit dem Hauptvogel begonnen werden? Vielleicht schon am Sonntag ein paar Teile weg, um am Montag mehr Spielraum zu haben? Dieses solle in der nächsten JHV geklärt werden.

Das Herbstschießen wurde auf Bitte des Reitervereins um eine Woche nach hinten verschoben. Es findet jetzt immer am letzten Samstag im September statt.

Die Schützenbrüder Hinrich Dieckmann und Herbert Bohling stifteten für die Jugend Polo-Shirts.

2002


Auf der JHV stellten verdiente Funktionsträger ihre Posten zur Verfügung, um der jüngeren Generation eine Chance zu geben. Gerd Pape übergab die Leitung des Traditionschießens nach 40 Jahren an Michael Hubert-Ludwigs. Auch der Festausschußvorsitzende Horst Kommerau legte sein Amt in jüngere Hände. Zu seinem Nachfolgerwurde Wolfgang Behrens gewählt. Nach Unstimmigkeiten stellte auch der Jugendleiter Alfred Girschner sein Amt zur Verfügung und wünschte dem/der Nachfolger(in) viel Erfolg bei der wichtigen Jugendarbeit. Zur neuen Leiterin der Jugend wurde Silke Worch gewählt. Die Aufgaben des ausscheidenden Pressewartes Michael Böhme übernimmt ab sofort der Schriftführer Oliver Twisterling. Der 1. Vorsitzende appellierte an alle Mitglieder mehr miteinander als übereinander zu reden.

Der Kassenführer Hans Späth berichtete von einem sehr guten Kassenbestand. Da gemeinnützige Vereine keine größeren Reserven bilden dürfen (Gefahr der Aberkennung der Gemeinnützigkeit), müsse das Thema Investition aber weiter verfolgt werden.

Die Sportleiterin Anne Schnaars wünschte sich mehr Beteiligung an den Übungsabenden und teilte gleichzeitig mit, daß sie den Posten des Sportleiters aus persönlichen Gründen nicht mehr ausüben werde. Renate Otten wird in Zukunft die Betreuung der Alters- und Seniorenabteilung übernehmen.

Zum Frühjahrsschießen wird die Donnerbüchse auf Ringkorn umgerüstet, da etliche Schützen der Meinung sind, damit besser zu schießen.

Die seit Jahren geplante Investition wird z.Zt. nicht weiter verfolgt, da von der Gemeinde und vom Kreis keine Zuschüsse zu erwarten seien.

Schützenschwester Edda Behrens kümmert sich zur Preisverteilung am Samstag nach dem Schützenfest um das Heringsessen.

Durch die Einführung des Euros wird der Beitrag für Erwachsene auf 64,00 € und für Jugendliche auf 24,00 € festgelegt.

2003


2003 Beginn Ära Manfred Nienstedt


Nach 24 Jahren Vorstandsarbeit, davon 4 Jahre als 2. Vorsitzender und 20 Jahre als 1. Vorsitzender übergab Manfred Rehmke das Zepter an seinen Stellvertreter Manfred Nienstedt.

Der neue 1. Vorsitzende M. Nienstedt würdigte die großen Verdienste von M. Rehmke und schlug der JHV vor, diesen zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Dieses geschah dann auch.

Zum neuen 2. Vorsitzenden wurde Oliver Twisterling gewählt und zum Schriftführer/Presse-wart Willi Seidel.

Zur neuen Jugendleiterin wurde Rosi Kirsch gewählt.


Die Damenabteilung feierte mit vielen Gästen und bei netter Stimmung den 30. Geburtstag.

Am Schützenfestsonntag 2002 wurden erstmals Vogelteile des Hauptvogels abgeschossen, um am Montag mehr Zeit zu haben.
Dieses war eine sehr gelungene Maßnahme. Das Firmen- und Vereinsschießen wird immer schlechter angenommen und soll deshalb nur noch am Sonntag vor dem Schützenfest stattfinden. Die Beteiligung am Volkskönigsschießen dagegen ist zufrieden stellend. Heinz Böttjer und Petra Meyer haben zum Schützenfest 2002 das letzte Mal die Kinder beim Festumzug betreut, in Zukunft wird dieses von der Leitung der Jugend übernommen. Die Disco am Samstag und der Vize-Königsball am Sonntag, zum 1. Mal in der großen Halle, waren, wie in den Vorjahren, sehr schlecht besucht.

Bei einer Nachbesprechung im Hause des Festwirtes Horst Israel wurde der Vertrag mit Horst Israel im beiderseitigen Einvernehmen vorzeitig aufgelöst.

Als neuer Festwirt wurde Jürgen Bohling vom Schützenhof Hüttenbusch unter Vertrag genommen. Ebenso wurde der Vertrag mit Getränke-Stelljes verlängert. Stelljes übernimmt sämtliche Veranstaltungen in der Schützenhalle, während das Schützenfest der neue Partner Getränke-Grotheer übernimmt. Die Verträge laufen bis einschließlich 2008.

Das Dach in der alten Halle wurde repariert und es wurde in eine neue Druckerhöhungsanlage investiert. Der Zuschuß der Gemeinde betrug 500 €.
Auch wurde in vielen ehrenamtlichen Stunden ein Abwasserkanal an das öffentliche Netz verlegt, da Gesetzesänderungen dem Verein keine Wahl ließen. Die offenen Gräben wurden auch gleich genutzt, um unsere Dorffeste vom externen Strominstallationsbetrieb Wehmann, Bremen unabhängig zu machen. 200 m Starkstrom-Erdkabel und viele Meter Bandeisen wurden verlegt.
Die Kosten dafür lagen bei knapp 15.000 €.

Diebe drangen in die Schützenhalle ein, brachen den Waffenschrank auf und erbeuteten etliche Waffen. Der Zeitwert des Diebesgutes von insgesamt 3.354,00 € wurde von der Versicherung gezahlt.

2004


Das Jahr 2004 bringt gravierende Veränderungen im Waffenrecht mit sich. Durch Mißbrauch von Waffen außerhalb des Deutschen Schützenbundes wurde das Waffengesetz reformiert. Die Anforderungen an die Schützenvereine und deren Mitglieder sind beachtlich, aber auch notwendig.

Während der JHV stellte der 1. Vorsitzende Manfred Nienstedt den neuen unterirdischen Hallenbau vor, um diese Investition von der Versammlung genehmigen zu lassen. Die Bauzeichnungen hatte das Mitglied Architekt Wolfgang Platz vorbereitet.

Der Versammlung wurden 3 Kostenvoranschläge vorgestellt. Es sollte ein Waffenraum entstehen, der den neuesten Anforderungen genügt. Desweiteren soll ein Historienraum, Toiletten, ein Raum für den Festauschuß, ein Raum für die Jugend und zehn 10m-Stände entstehen.

Nach intensiven Diskussionen wurde der Baumaßnahme mit großer Mehrheit zugestimmt. Den Zuschlag bekam das Angebot des Bauunternehmers Kück aus Verlüßmoor, da dieses ca. 10.000 € unter den anderen Angeboten lag.

Der 1. Vorsitzende teilte der Versammlung mit, daß Zuschüsse nur schwer zu bekommen seien und man auf Spenden hoffe und daß man im kommenden Jahr den Beitrag von 64 € auf 70 € anheben könnte.

Der Kreissportbund habe dem Schützenverein kaum Hoffnung gemacht, da keine Neubauten bezuschußt werden. Auch vom Landkreis und der Gemeinde wurden keine Gelder bewilligt.

Mit dem neuen Festwirt J. Bohling wurden zum Schützenfest auch sofort Neuerungen umgesetzt. Der Worpsweder Schützenverein möchte sich dem allgemeinen Negativtrend der Volksfeste entgegenstemmen.

Auch die Music-Hall mit dem Leiter H.-D. Ludwigs bringt sich in die Planungen ein.

Um mehr Jugendliche am Schützenfestsamstag anzusprechen, wurde ein Bandfestival mit mehreren Livebands veranstaltet. Doch leider wurde auch diese Veranstaltung nicht angenommen.

Am Montagnachmittag wurde ein Seniorennachmittag mit dem Shanty-Chor Hamme aus Osterholz veranstaltet. Das Zelt war gut gefüllt und die älteren Mitbürger waren begeistert.

Die Schützenvereine Adolphsdorf und Worpswede wollen sich in Zukunft zu den Schützenfesten besuchen.

Am 12. September 2004 fand in Worphausen ein außerordentlicher Delegiertentag des Wörpe-Wümme-Kreises statt, auf dem über den Antrag des Worpsweder Schützenvereins um Aufnahme in den Kreisverband abgestimmt wurde. Dieses geschah dann auch durch ein einstimmiges Votum der Delegierten.

Ab dem 01.01.2005 gehört der Worpsweder Schützenverein nunmehr dem Kreisverband Wörpe-Wümme an.
Nachdem die Baugenehmigung Ende September vorlag, wurde unter der Leitung des Schützenbruders Oliver Twisterling sofort mit den Baumaßnahmen der neuen unterirdischen Halle begonnen.

2005


Das Jahr 2005 stand im Zeichen des Hallenbaus.

An fast jedem Wochenende waren fleißige Schützen auf dem Scheißstand und es ging sehr flott voran. Die Damenabteilung bereitete den arbeitenden Schützen des Frühstück zu.

Nur mit der ehrenamtlichen Hilfe vieler Schützen war es möglich, daß nach einem halben Jahr bereits die Einweihungsfeier stattfinden konnte.

100 Ehrengäste sowie alle Helfer waren zu dieser "Danke-Schön-Feier" eingeladen. In den Grußworten der Ehrengäste war unisono davon die Rede, daß man positiv überrascht sei, wie es dem Worpsweder Schützenverein in so kurzer Zeit gelungen war, eine solch schöne zweckmäßige Halle zu bauen.

Noch nie hatte der Verein Möglichkeiten die Historie in einem Raum zu bündeln dieses war nun möglich. Für die Identität eines Traditionsvereines eine sehr wichtige Investition.

Dies Restarbeiten zogen sich allerdings noch über mehrere Monate hin. Insgesamt wurden 2500 Stunden Eigenleistung eingebracht. Die Gesamtkosten lagen bei knapp 150.000 € und davon mußte ein Großteil über eine Hypothek finanziert werden. Nach zähen Verhandlungen konnte auch noch ein Zuschuß des Landessportbundes von 10.000 € verbucht werden.

Die Mannschaft Luftpistole schaffte den Aufstieg in die Landesoberliga und Janette Ernst wurde auf der Delegiertentagung des Bezirksverbandes zur Schützin des Jahres gewählt. Auch Gerd Cordes wurde auf dieser Sitzung als Meisterschütze ausgezeichnet.

Während der JHV wurde der Vorschlag des Vorstandes, die Voraussetzungen der Ehrenmitgliedschaft zu ändern, heftig diskutiert. Es wurde eine unabhängige Arbeitsgruppe gebildet, die alle Altersgruppen vertritt.

Da das Vereins- und Firmenschießen sehr schlecht angenommen wird, soll es auf Sicht der nächsten Jahre nicht wieder durchgeführt werden.

Durch die Mitgliedschaft im Kreisverband Wörpe-Wümme ist es den Verein nicht mehr möglich, am Freundschaftsschießen des Altkreises Osterholz Bremen Nord teilzunehmen, da sich die Termine überschneiden. Verschiebungen sind seitens des Kreisverbandes und des Freundschaftsbundes nicht gewollt.

Der Schützenverein Worpswede läßt die Mitgliedschaft im Freundschaftsbund ruhen vielleicht gibt es Zukunft wieder neue Ansatzpunkte.

In der Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, daß der Jahresbeitrag mit Wirkung 01.01.2005 auf 70 € angehoben wird.

2006


Die Schützenschwester Ursel Kück stellte der JHV das Ergebnis der intensiven Beratungen der in 2005 gegründeten Arbeitsgruppe "Ehrenmitgliedschaft" vor. Um Ehrenmitglied zu werden, müssen Mitglieder das 70. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 50 Jahre im Verein sein.

Dieser Vorschlag wurde mit 42 Ja-Stimmen und 8 Nein-Stimmen angenommen und wird sofort wirksam.

Die damit verbundene Satzungsänderung soll von der neuen Arbeitsgruppe "Satzungsänderung" ausgearbeitet werden.

Bei dieser Gelegenheit soll die neue Satzung dann auch gleich komplett überarbeitet werden.

Auch wird ein Team "Zukunft" installiert - dieses wird von der Jugendleiterin Rosi Kirsch geleitet.

Der Leiter Tradition Michael Hubert-Ludwigs beklagte die nach-lassende Beteiligung bei den Traditionsveranstaltungen. Es ist seit Jahren ein schleichender Rückgang festzustellen.

Der 1. Vorsitzende Manfred Nienstedt weist wiederholt auf negative Veränderungen bei der Akzeptanz von Dorffesten hin.

Bei Schützenfesten stünden immer weniger Menschen an den Straßen und auch die Schausteller beklagten sich immer häufiger. An manchen Schützenfesten seien schon gar keine Schausteller mehr anzutreffen.

Auch unser Schützenfest ist davon mehr oder weniger betroffen, wenngleich wir immer noch eines der erfolgreichsten Schützenfeste im Landkreis Osterholz veranstalten. Man müsse dieser allgemeinen negativen Entwicklung frühzeitig entgegenwirken.

Bei der 1. Teilnahme am Kreiskönigsschießen Wörpe-Wümme führte sich Worpswede gut ein, denn Uwe Holz wurde neuer Kreiskönig.

Die Leiterin Sportschießen Anke David berichtet von einer sehr guten Beteiligung an den Vereinsmeisterschaften und von einer Neuerung: Die Preisverteilung wird mit einem Kohl- und Pinkel-Essen verbunden.

Diese Neuerung wurde sehr gut angenommen, denn die Teilnehmerzahl an der Siegerehrung verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr.

In Folge des verschärften Waffengesetzes wurde noch einmal darauf hingewiesen, daß ab sofort Sicherheitsfähnchen in die Gewehrkammer gehören. Diese können im Fachhandel erworben werden.

2007


In der ersten geschäftsführenden Vorstandssitzung des Jahres 2007 appellierte der 1. Vorsitzende an alle Vorstandsmitglieder, sich nachdrücklich für Veränderungen beim Ablauf der Schützenfeste einzusetzen.

Wenn man nicht umgehend auf die seit Jahren nachlassenden Besucherzahlen reagiere, wird dieses der schönen Tradition schaden und auch finanziell wird sich dieses negativ bemerkbar machen.

Auch in der JHV wies der 1. Vorsitzende noch einmal darauf hin, daß es nicht zehn Minuten vor Zwölf sei, sondern fünf vor Zwölf.

Alle Tage (Samstag, Sonntag und Montag) müßten auf den Prüfstand, um daraus ein schlüssiges Konzept zu entwickeln.

Mitte des Jahres wurde ein "runder Tisch" gebildet, an dem alle Kooperationspartner und der geschäftsführende Vorstand teilnahmen.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt auf der JHV war die "Satzungsänderung".

Die Satzungskommission unter der Leitung des Ehrenvorsitzenden Manfred Rehmke hatte alle Paragraphen auf den Prüfstand gestellt, um die neue Satzung zukunftsfest zu machen.

Da die neue Satzung in der Entwurfsfassung nicht in allen Punkten die Mehrheit fand, wurde diese überarbeitet und der Mitgliederversammlung im August zur Abstimmung vorgelegt und auch so beschlossen. Die wichtigsten Änderungen betrafen die Ehrenmitgliedschaft und die Vertretung gemäß 26 BGB. Vorstand im Sinne des 26 BGB sind nun der/die 1. Vorsitzende, der/die 2. Vorsitzende, der/die Kassenführer/in und der/die Schriftführer/in. Auch wurde die Amtsdauer der gewählten Vorstandsmitglieder von 3 auf 4 Jahre verlängert.

Um die immensen Kosten für unseren Festwirt zu senken, schlug der 1. Vorsitzende vor, einen Durchbruch von 4 m x 2,25 m in die Giebelwand zum Findorffberg zu machen, um dann ein Rolltor zu installieren. Dadurch sei es möglich, das Festzelt kleiner zu machen und mit den Hallen zu verbinden. Die Ersparnis für unseren Festwirt läge dann bei ca. 1.800 €.
Auch bei den abendlichen Festveranstaltungen soll es Änderungen geben.

2008


Die Jahre 2008, 2009 und 2010 wurden Reformjahre. Vor dem Hintergrund der immer mehr nachlassenden Akzeptanz von Schützenfesten wollte man in Worpswede neue Wege gehen.

Im Frühjahr des Jahres 2008 wurde die Giebelwand der großen Halle durchbrochen und ein Rolltor eingebaut. Damit war es nun möglich, ein kleineres Zelt direkt vor die Halle zu setzen, um damit eine Einheit mit der großen und kleinen Halle zu bilden.


Auch wurde vor der großen Halle eine 90qm-Terrasse angelegt, die zu den Schützenfesten und Open-Air Veranstaltungen genutzt werden kann. Mit dieser Investition will man für den Festwirt Kosten sparen (kleineres Zelt = weniger Kosten) und gleichzeitig ein gemütlicheres Schützenfest anbieten.

Während der Jahreshauptversammlung trug der 1. Vorsitzende Manfred Nienstedt eine Neuerung für den Ablauf der künftigen Schützenfeste vor, um damit die Akzeptanz zu erhöhen. Die Idee war, den Festumzug am Sonntag von einem reinen Schützenumzug zu einem Schützen- und Trachtenumzug umzugestalten. Im Vorfeld hatte es bereits Gespräche mit dem Landestrachtenverband, mit dem Bürgermeister und anderen gegeben. Die Resonanz war so positiv, daß die Versammlung dem Vorschlag zustimmte, für das Jahr 2009 Volkstanz- und Trachtengruppen einzuladen.

Es wurde eine Orga-Truppe gebildet und Oliver Twisterling als Leiter bestimmt.

Mit sehr großem Interesse wurde ein weiterer Vorschlag des Vorsitzenden zur Kenntnis genommen. Dieser hatte in etlichen Vorgesprächen mit dem Bürgermeister Stefan Schwenke, mit dem Kreissportbund und mit Sponsoren die Möglichkeit der Anschaffung elektronischer Schießanlagen ausgelotet. Bei einem Eigenanteil von 10% war man in der Lage, sechs 100m-Meyton-Anlagen im Gesamtwert von 50.000 € zu kaufen. Dieser Investition wurde dann auch zugestimmt.
Im August wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der WTG die Oper Nabucco und ein Open-Air Kino des Weser-Kurier aufgeführt. Vom Cateringteam des Schützenvereins wurden bei der Oper 1200 und beim Kino 500 Gäste bewirtet. Auf dem herrlich gelegenen Grundstück des


Schützenvereins waren diese Veranstaltungen für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes.

Doch damit war das Jahr 2008 noch nicht gelaufen seit Juli 2008 ist der Schützenverein Worpswede im Netz. Dank des Schützenbruders Michael Böhme hat der Verein unter www.schuetzenverein-worpswede.de eine eigene Hompage. Historie, Gegenwart und Zukunft alles wird übersichtlich dargestellt.

Als Fazit für das Jahr 2008 kann festgestellt werden: es war ein sehr positives reformfreudiges Jahr.

2009


Das absolute TOP-Ereignis war der erstmals durchgeführte Schützen- und Trachtenumzug. Am Schützenfestsonntag konnten 9 Volkstanz- und Trachtengruppen sowie 6 Schützenvereine begrüßt werden. 600 Menschen wurden auf dem Gelände der Schule Im Rusch vom Bürgermeister Stefan Schwenke, seines Zeichens Majestät des Schützenvereins Worpswede, bewirtet.


Der Festumzug schien kein Ende zu nehmen und viele Menschen säumten die Straßen. Auch das Festzelt war prall gefüllt. Mit dieser Neuerung hatte der Verein ins "Schwarze" getroffen und man war sich einig, dieses darf keine "Eintagsfliege" bleiben.


Im Mai wurde die neue elektronische 100m-Meyton-Anlage im Rahmen einer Feier eingeweiht. Geladen waren alle Helfer, Sponsoren und Ehrengäste. Das Traditions- und Sportschießen hat mit dieser Anschaffung eine sehr große Aufwertung erfahren und es wurde ein großer Schritt in die Zukunftstechnologie gemacht.


Auch fanden im Jahre 2009 wieder Open-Air-Veranstaltungen statt. Die Prager Staatsoper führte die Oper "Die Zauberflöte" auf und der Weser-Kurier war auch wieder mit einem Open-Air-Kino Gast auf dem Gelände des Schützenvereins. Wenngleich die Besucherzahlen rückläufig waren, so waren es erneut 2 Veranstaltungen, die den Schützenverein Worpswede positiv in die öffentliche Wahrnehmung brachten.


86 Jugendliche im Alter von 6 bis 11 Jahren nahmen in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg an der 1. offenen Landesmeisterschaft im Lichtpunktschießen teil.
Einen tollen Erfolg konnte Pascal Viohl mit nach Worpswede nehmen, denn er wurde Landesmeister des Jahrganges 2002.
Auch bei der Deutschen Meisterschaft in Hannover wurde der Schützenverein Worpswede in der Altersklasse Carl Zeiss 50m Auflage von Gerda Renken und Lutz Jötten würdig vertreten.

Pascal Viohl Gerda Renken Schütze des Jahres

Pascal Viohl

Gerda Renken

Lutz Jötten


Der 1. Vorsitzende wies erneut auf rückläufige Mitgliederzahlen im Deutschen Schützenwesen hin und forderte alle Mitglieder auf, daran mitzuwirken, daß der Negativtrend gestoppt wird. Auch wies er auf die zu geringe Bereitschaft hin, Ehrenämter zu übernehmen.